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Die sprichwörtlich ?galoppierende? Schwindsucht und der überall lauernde Wahnsinn bedrohen die Gesellschaft um 1900 existentiell. Aber nicht nur Zukunftsangst und Nervosität prägen das Lebensgefühl, es herrscht gleichzeitig eine große Sehnsucht nach Veränderung ? weg von der alten, spießbürgerlich empfundenen Ordnung, hin zu neuen, naturgemäßen Lebensformen und Gesellschaftsentwürfen.
Es sind Künstler wie Edvard Munch, die um die Jahrhundertwende die
Weichen zu einem geistigen Umbruch stellen, indem sie eine neue Lebens- und Kunstauffassung vertreten. Die Ausstellung ?Sanatorium Sehnsucht? zeigt, wie sich die großen Krankheitsmetaphern der Jahrhundertwende ? Tuberkulose und Wahnsinn ? in Kunst und Gesellschaft widerspiegeln.
Ausgewählte Gemälde, Graphiken, Zeichnungen von Zeitgenossen Munchs sowie Plakate, Filme, Fotos und medizingeschichtliche Exponate erzählen vom Leben und Leiden der Menschen im Zeitalter der Nervosität.
Begleitprogramm, Führungen:
Ausstellungsflyer