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Hermann Nitsch:
Verwundungen und Mysterien
Sonderausstellung
Parallel zur Sonderausstellung "Reise in die Unsterblichkeit. Ägyptische Mumien und das ewige Leben", die sich unter anderem mit dem Osiris-Mythos und seinem zentralen Motiv von Zerstückelung und Wiederbelebung befasst, zeigen wir drei Werke von Hermann Nitsch. Zwei "Kreuzwegstationen" von 1992 und 1995 sowie ein "Schüttbild" von 1998 einschließlich zweier "Schreine" mit Caseln, den Priestergewändern der Katholischen Messliturgie aus dem Hermann Nitsch Museum Mistelbach im österreichischen Weinviertel. Für Hermann Nitsch, den ehemaligen Wiener Aktionskünstler, stellen der altägyptische Osiriskult, die antiken Kulte wie die eleusynischen Mysterien, die Bacchanalien und die dionysische Orgiastik, aber auch Christi Passion Varianten eines archaischen "Opfer Mysterien Theaters" dar, in dessen Zentrum die blutige Zerstückelung des Lebendigen steht. Rot ist dabei die Farbe der Ekstase, des Opfers, des Blutes. Die von uns gezeigten "Kreuzwegstationen" und "Schüttbilder" sind für Nitsch Vexierbilder zwischen Dionysosorgiastik und christlicher Eucharistie.
Führungen zu dieser Ausstellung finden am Sonntag, 15. Januar und Sonntag, 5. Februar 2012 um 11 Uhr statt.