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Ironie ist ein wesentlicher Bestandteil unserer verbalen und visuellen Kommunikation. Sie umfasst Übertreibung und Untertreibung, Bedeutungsauflösung und Bedeutungsaufladung. Sie untergräbt und schafft Distanz im gleichen Atemzug. Erhält sie in Zeiten gravierender politischer wie gesellschaftlicher Umbrüche und sich global auswirkender Katastrophen wieder eine größere Bedeutung, auch im künstlerischen Diskurs?
Elf international renommierte Künstlerinnen und Künstler präsentieren in der Ausstellung unterschiedliche Facetten von Ironie als einem zentralen Ausdrucksmittel ihrer Kunst. In den Gemälden, Skulpturen, Installationen, Fotografien und Videos greifen sie gesellschaftlich relevante Themen auf und setzen sich mit politischen Slogans, Geschlechterrollen, Forschungsmethoden der Wissenschaft oder unserem Umgang mit der Natur auseinander. Ironie erscheint hier als Mittel des Spiels, auch des Sprachspiels, als Mittel der Analyse, der Kritik oder als Ausdruck von Grenzerfahrung. Auch die Kunst wird hinterfragt, wenn es etwa um die Erwartungen des Kunstbetrachters oder des Künstlers an sich selbst bzw. die Definition der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft geht. Die präsentierten Werke zu diesen Themen sind lustig und listig, hintergründig und feinsinnig ? Ironie als heiteres und zugleich treffsicheres Stilmittel.
Die in Kooperation mit dem Kunstpalais Erlangen entstandene Ausstellung zeigt Arbeiten von Shannon Bool (CDN), Thorsten Brinkmann (D), Mark Dion (USA), Anton Henning (D), Brigitte Kowanz (A), Ragnar Kjartansson (IS), Peter Land (DK), Patrick Mimran (F), Ahmet Öğüt (TR), Şener Özmen (TR) und Claude Wall (D) ? alles Künstlerinnen und Künstler, die sich an den Betrachter als Verbündeten im Geiste wenden. Durch diese Komplizenschaft mit dem Betrachter treffen die Künstler in einer als absurd empfundenen (Kunst)Welt den Nerv unserer Zeit. Wir müssen uns den Ironiker wohl als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Katalog 32 ?
Begleitprogramm
Öffentliche Führungen
Sonntag, 5. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 26. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 25. März, 11.30 Uhr
Führung für Lehrkräfte
Montag, 23. Januar, 17 Uhr
?Kunst ist heiter! Klar??
Kuratorenführung und Rezitation ironisch-satirischer Texte
Donnerstag, 23. Februar, 18.30 Uhr mit Dr. Isabell Schenk-Weininger und Lisa Kraus
Donnerstag, 5. April, 18.30 Uhr mit Dr. Petra Lanfermann und Rüdiger Erk
jeweils 3 ?
Kunst-Plausch
Exklusiver Ausstellungsrundgang mit dem Künstler Claude Wall und anschließender Austausch bei Sekt & Selters
Freitag, 16. März, 18 Uhr
5 ? inkl. Getränke
Workshops für Kinder
Geheimagenten gesucht!
Samstag, 18. Februar, 14?17 Uhr
für Kinder von 7 bis 12 Jahren
Des Kaisers neue Kleider
Samstag, 24. März, 14?17 Uhr
für Kinder von 7 bis 12 Jahren
Anmeldungen unter: 07142 74-483
Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14?18 Uhr
Donnerstag 14?20 Uhr
Samstag, Sonntag 11?18 Uhr
Karfreitag bis Ostermontag 11?18 Uhr
Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 ?
Gruppenführung 55 ? / 65 ?
Bildunterschrift:
Thorsten Brinkmann, Lady Glittersky, 2009, Courtesy Alexander Sairally, Hamburg / Galerie Kunstagenten, Berlin