BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Sabre//Sabre VObject 4.5.7//EN
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VEVENT
UID:sabre-vobject-da2d98df-8be6-4f7f-b2bf-166ff88ae541
DTSTAMP:20260620T225747Z
SUMMARY:Wissenschaft im Exil: Der Fall Weißrussland
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260617T183000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260617T203000
ORGANIZER;CN=Universität Lübeck:MAILTO:no-reply@termine-regional.de
LOCATION:Universität Lübeck (Institut für Medizingeschichte und Wissensc
 haftsforschung)\, Königstraße 42\, Lübeck (Lübecker Altstadt)
GEO:53.8686662;10.6882904
DESCRIPTION:\nDie Reihe "Wissenschaft unter Druck" nimmt aktuelle Gefahren 
 für Wissenschaft in den Blick. Die Vorträge fragen nach den Bedingungen 
 des Funktionierens von Wissenschaft in demokratischen Gesellschaften und w
 ill Potenziale ihrer Resilienz freilegen. \n\nDie Massenproteste in Belaru
 s im Jahr 2020 haben das Bild der belarussischen Gesellschaft und damit au
 ch das der belarussischen Wissenschaftler*innen und Forscher*innen veränd
 ert. Sie nahmen nicht nur an den Protesten teil\, sondern initiierten auch
  verschiedene gemeinsame Aktionen und stellten ihre Fachkenntnisse den Opp
 ositionspolitiker*innen zur Verfügung. Der Preis dafür waren Festnahmen\
 , Haftstrafen und Exil.\n\nIm Vortrag wird es um verschiedene Dimensionen 
 und Aspekte der belarussischen akademischen Gemeinschaft gehen: wie sie si
 ch in den 2020er-Jahren demokratisiert hat\; wie sie an den Protesten teil
 genommen hat und wie sie heute versucht\, den Kampf für ein demokratische
 s Belarus fortzusetzen\, sowie welche neuen Herausforderungen sie dabei be
 wältigen muss.\n\nOlga Shparaga\, PhD (geb. 1974 in Minsk) ist Philosophi
 n im Exil und Gastwissenschaftlerin am Institut für Philosophie der FernU
 niversität in Hagen. Bis 2021 lehrte sie Philosophie am European College 
 of Liberal Arts in Minsk (ECLAB)\, das sie 2014 mitbegründete (und das 20
 21 vom belarussischen Regime zwangsweise geschlossen wurde). Sie studierte
  Philosophie in Belarus und Deutschland und lehrte zunächst an der Europ
 äischen Humanistischen Universität (EHU) in Minsk (2001-2004) und Vilniu
 s (2005 bis 2014). Während der Massenproteste in Belarus im August 2020 h
 at Olga Shparaga die Femgruppe im Koordinationsrat rund um die belarussisc
 he Oppositionspolitikerin Svjatlana Tsichanouskaja mitgegründet. Als Mitg
 lied der feministischen Gruppe wurde sie im Oktober 2020 inhaftiert. Um ei
 nem drohenden Strafprozess zu entgehen\, floh sie nach Vilnius.\n\nZu Ihre
 n Publikationen gehören Gemeinschaft nach dem Holocaust. Auf dem Weg zu e
 iner integrativen Gesellschaft (Minsk\, ECLAB-books\, 2018\, auf Russisch)
 \, das auf dem Internationalem Kongress für Belarus-Studien als das beste
  philosophische Buch 2018 ausgezeichnet wurde. Die Monografie Das Gesicht 
 der Revolution ist weiblich. Der Fall Belarus erschien 2021 bei Suhrkamp\,
  wurde in Vilnius auf Russisch und Litauisch veröffentlicht und erhielt 2
 021 den "Ales-Adamovic-Preis" des Internationalen PEN Belarus. 2024 wurde 
 Olga Shparaga mit dem "Voltaire-Preis für Toleranz\, Völkerverständigun
 g und Respekt vor Unterschieden" der Universität Potsdam ausgezeichnet. S
 ie ist Mitglied des Beirats der Länder-Analysen (Country Analytical Diges
 ts)\, des Redaktionsbeirats des Ideology and Politics Journal und des fili
 a Women Foundation Council. Im Wintersemester 2024/25 war sie Käthe-Leich
 ter Gastprofessorin an der Universität Wien.
BEGIN:VALARM
TRIGGER;VALUE=DURATION:P1D
ACTION:DISPLAY
DESCRIPTION:Wissenschaft im Exil: Der Fall Weißrussland
END:VALARM
END:VEVENT
END:VCALENDAR
