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SUMMARY:Fäden der Erinnerung
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ORGANIZER;CN=Museum Tuch und Technik:MAILTO:no-reply@termine-regional.de
LOCATION:Museum Tuch und Technik\, Kleinflecken 1\, Neumünster
GEO:54.0722679;9.9813435
DESCRIPTION:\nKunstinstallation von Anja Kowalik im Museum Tuch+Technik in 
 Neumünster\n\nDie Installation "Fäden der Erinnerung" von Anja Kowalik i
 st im Dialog zwischen künstlerischem Konzept\, der historischen Identitä
 t Neumünsters und der aktiven Beteiligung seiner Bürgerinnen und Bürger
  entstanden. Sie verbindet Kunst und Stadtgeschichte und eröffnet einen R
 aum\, in dem persönliche Erinnerungen und kollektive Geschichte miteinand
 er in Beziehung treten.\n\nNeumünster blickt auf eine lange Tradition als
  Tuch- und Textilstandort zurück. Vom handwerklichen Tuchgewerbe über Sp
 innereien und Webereien bis hin zur Bekleidungsproduktion hat die textile 
 Arbeit die Entwicklung der Stadt und die Identität ihrer Bewohnerinnen un
 d Bewohner über Jahrhunderte geprägt. Diese historische Grundlage bildet
  einen wesentlichen Ausgangspunkt für das künstlerische Konzept der Inst
 allation.\n\nWeben\, Knoten und Verbinden wurden zu einer ästhetischen Ü
 bersetzung dieser Geschichte. Die verwendete Schurwolle verweist unmittelb
 ar auf die textile Vergangenheit der Region und auf einen Werkstoff\, der 
 über Generationen hinweg Teil der örtlichen Produktionsgeschichte war. A
 us dem einzelnen Faden entstand ein Geflecht - so wie aus einzelnen Lebens
 geschichten eine gemeinsame Geschichte entsteht. Dabei ist die Installatio
 n nicht allein ein fertiges Kunstwerk\, sondern wurde ein wachsender Erinn
 erungsraum durch die Beteiligung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger. Jed
 er beteiligte Mensch fügte einen eigenen Faden hinzu und hinterließ dami
 t eine Spur. Der einzelne Faden steht für eine persönliche Erinnerung\, 
 eine Erfahrung\, eine Beziehung oder einen Moment\; im Zusammenspiel aller
  Fäden entstand ein vielstimmiges Gefüge. So wurde das textile Material 
 zum Träger von Erinnerung und zugleich zum Symbol für Gemeinschaft. Was 
 zunächst getrennt erschien\, wurde miteinander verbunden. Unterschiedlich
 e Lebensgeschichten\, Generationen und Erfahrungen haben ihren Platz in ei
 nem gemeinsamen Gewebe gefunden.\n\nFür Anja Kowalik ist "Fäden der Erin
 nerung" daher vor allem ein Raum der Begegnung und des gemeinsamen Erinner
 ns. Die Installation macht sichtbar\, dass Geschichte nicht nur in Archive
 n\, Gebäuden und Objekten bewahrt wird\, sondern auch in den Menschen\, i
 hren Erzählungen und ihren persönlichen Erinnerungen weiterlebt.
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