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SUMMARY:Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt
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LOCATION:Schleswig-Holsteinischer Landtag\, Düsternbrooker Weg 70\, Kiel
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DESCRIPTION:Die Ausstellung zeigt Heydrichs Aufstieg im NS-Staat\, seine Ve
 rbrechen und die Wirkung der NS-Propaganda bis heute.\nReinhard Heydrich (
 1904 – 1942) machte im NS-Staat eine steile Karriere. In wenigen Jahren 
 wurde er unter Heinrich Himmler zum mächtigsten Mann im Überwachungs- un
 d Verfolgungsapparat von SS und Polizei. Heydrich trug die Verantwortung f
 ür zahllose Verbrechen\, die Mitarbeiter der von ihm geleiteten Dienstste
 llen verübten. Während des Zweiten Weltkriegs war\ner maßgeblicher Orga
 nisator des Holocaust. Als „Stellvertretender Reichsprotektor“ ging er
  im deutsch besetzen Teil der 1939 zerschlagenen Tschechoslowakei brutal g
 egen den dortigen Widerstand vor. Im Juni 1942 starb er an den Folgen eine
 s Attentats in Prag. Das NS-Regime verklärte ihn fortan als „Märtyrer
 “.\nWie verlief Heydrichs Aufstieg im NS-Staat? Was hatte ihn in seinen 
 frühen Jahren geprägt und welche Rolle spielte seine Familie? Wie kam He
 ydrich in Kontakt mit NSDAP und SS\, welche Personen förderten dort seine
  Karriere und in welchem Netzwerk agierte er? Welche Rolle hatte Heydrich 
 beim Ausbau des Sicherheitsdiensts der SS und des nationalsozialistischen 
 Polizeiapparats\, die schließlich in großen Teilen Europas Terror und Ge
 walt ausübten? Und was waren die Folgen seiner\nverbrecherischen Befehle 
 für die Betroffenen der Verfolgungs- und Vernichtungspolitik?\nDiesen Fra
 gen geht die Ausstellung nach. Abschließend lenkt sie den Blick auf Bilde
 r und Vorstellungen von Heydrich\, die ihren Ursprung in der nationalsozia
 listischen Propaganda haben\, nach 1945 fortgeschrieben oder umgedeutet wu
 rden und teils bis heute wirkmächtig sind.\nDie Ausstellung weist zahlrei
 che Bezüge zu Schleswig-Holstein auf. 1922 trat Reinhard Heydrich in Kiel
  als Seekadett in die Reichsmarine ein. In der Marinestation der Ostsee\, 
 dem heutigen Landeshaus\, verbrachte er auch die letzten Jahre seiner Karr
 iere in den Seestreitkräften\, bis er 1931 die Marine verlassen musste. H
 eydrichs Ehefrau Lina\, ebenfalls eine überzeugte\nNationalsozialistin\, 
 stammte von Fehmarn\, wo die Heydrichs seit Mitte der 1930er-Jahre auch ei
 n Ferienhaus besaßen. Sie betrieb in dem Haus bis in die 1960er-Jahre ein
 e Pension und lebte bis zu ihrem Tod 1985 auf Fehmarn. Einige Exponate zu 
 diesen Themen werden auch in der Ausstellung gezeigt.\nMit der Präsentati
 on im Landeshaus möchte der Landtag einen Beitrag zur öffentlichen Aufar
 beitung der deutschen Geschichte wie auch der Geschichte des Landes Schles
 wig-Holstein leisten. Anlässe sind zudem der Überfall der Wehrmacht auf 
 die Sowjetunion sowie die Beauftragung Reinhard Heydrichs mit der sogenann
 ten „Endlösung“ vor 85 Jahren (Juni und Juli 1941).
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