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SUMMARY:The Roaring Twenties
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LOCATION:Angela-Merici-Gymnasium\, Trier
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DESCRIPTION:\nDie 20er Jahre sind musikalisch eine ungemein spannende Zeit 
 – doch auch der Film erlebte in diesen Jahren eine erste Blüte. Zum End
 e des Jahrzehnts begann der Tonfilm\, den Stummfilm zu verdrängen\, doch 
 bis dahin waren Stummfilme mit Live-Begleitung eines Ensembles üblich. 
 „L’horloge magique“ („Die Wunderuhr“) und „La forêt enchantee
 “ („Der Zauberwald“) von Wladyslaw Starewicz nehmen in der damaligen
  Filmproduktion eine Ausnahmestellung ein\, da Starewicz zu den Pionieren 
 des Puppen-Animationsfilms gehörte\, insbesondere mit der hierfür verwen
 deten Stop-Motion-Technik.\n\nDie beiden Filme zählen zu Starewiczs beste
 n Werken und werden durch die Musik von Paul Dessau auf das Bild hin abges
 timmt unterstützt.\n\nPaul Dessau war im Übrigen von 1923-1925 Kapellmei
 ster in Mainz\, die arrangierte und rekonstruierte Fassung der Filmmusik (
 für Klarinette\, Violine\, Violoncello\, Kontrabass\, Akkordeon und Schla
 gzeug) stammt von dem im Mainz lebenden Komponisten und Arrangeur Bernd Th
 ewes.\n\nZur Avantgarde gehörte auch Paul Hindemiths Kammermusik op. 24 N
 r. 1 für zwölf Musiker. Das Stück mit seiner eigentümlichen Besetzung 
 erlebte seine Uraufführung 1922 im zweiten Jahr der Donaueschinger Musikt
 age und provozierte einen Skandal\, wonach Hindemith als „Bürgerschreck
 “ bezeichnet wurde.\n\nDie Musik wurde vom Kritiker Heuß 1923 wie folgt
  beschrieben: „Es ist erreicht! Der modernen deutschen Musik ist es endl
 ich gelungen\, das heutige Leben dort zu fassen\, wo es sich am frivolsten
  und gemeinsten austobt. Man steht seiner Musik gegenüber\, wie sie zu de
 nken\, geschweige zu schreiben\, noch nie ein deutscher Komponist von kün
 stlerischer Haltung gewagt hat\, einer Musik von einer Laszivität und Fri
 volität\, die nur einem ganz besonders gearteten Komponisten möglich sei
 n kann.“ Hindemiths Werk begeistert durch seine Motorik\, die an Strawin
 sky erinnert\, greift aber im letzten Satz auch auf einen Foxtrott zurück
 .\n\nDenn die Tanzmusik prägte die 20er Jahre noch mehr als die avantgard
 istischen Experimente. Bohuslav Martinu hat einige davon in seinem Ballett
  „La revue de cuisine“ (1928) aufgenommen. Wie Starewicz hatte es Mart
 inu in das pulsierende Paris verschlagen. Mit einer Prise Ironie versehen 
 ließ Martinu im Ballett Topf\, Deckel\, Schneebesen\, Scheuerlappen und B
 esen tanzen.\n\nIn der für dieses Projekt vorgesehenen „Jazzsuite“ ha
 t Martinu das Ballett für den Konzertsaal adaptiert. Ähnlich wie Hindemi
 th weist auch Martinu in der Sextett-Besetzung aus Violine\, Violoncello\,
  Klarinette\, Fagott\, Trompete und Klavier auf die späteren freien Instr
 umentationen in der neuen Musik voraus. Die Märsche\, der Tango und der C
 harleston lassen die Tanzmusik der 20er Jahre in ein kunstvoller Weise auc
 h heute noch im Konzertsaal erfahrbar werden.\n\nProjektleitung und Idee: 
 Achim Seyler & Kathrin Isabelle Klein\n\nEin Konzert im Rahmen des Kulturs
 ommers RLP 2026 in Zusammenarbeit mit dem Tuchfabrik Trier e. V. und 2elev
 en music film\n\nEinlass: 18.30 Uhr\nStummfilm - Revue - Avantgarde
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