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SUMMARY:Faces of Urban Art - Vom Porträt zum Charakter
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ORGANIZER;CN=Stiftung Landdrostei - Kulturzentrum des Kreises Pinneberg:MAI
 LTO:no-reply@termine-regional.de
LOCATION:Die Drostei\, Dingstätte 23\, Pinneberg
GEO:53.6609133;9.7966869
DESCRIPTION:\nBona Berlin\, Brainfart\, Eslicer\, Golif\, Häkelbar\, Human
  Robo\, Käpten Nobbi\, Maaike Dirkx\, mittenimwald\, Mone Uzi Crew und TO
 NA\n\nKuratiert von Meike Schade\n\nPortraits zeigen Personen. Eine Einzel
 ne\, manchmal eine Gruppe. Sie können farbintensiv und leuchtend sein ode
 r in strengem Schwarz-Weiß gehalten. Verspielt und dramatisch. Ernst und 
 kontemplativ. Und alles dazwischen.\nIn der Urban Art und Street Art geht 
 es dabei weniger um bekannte Gesichter als um Menschen von der Straße\, A
 ktivist*innen oder erdachte Figuren\, die eine Idee transportieren. Statt 
 in kontrollierten Räumen wie Galerien oder in den Medien findet diese Kun
 st ihren Platz zwischen den Menschen - auf der Straße\, in der Nachbarsch
 aft. So entsteht eine neue Form der Sichtbarkeit.\nSie entwickelt das Genr
 e der Portraitmalerei weiter. In der Antike bis ins Mittelalter waren Port
 aits den Herrschenden vorbehalten. In der Renaissance wurde es zum Spiegel
  eines neuen Selbstbewusstseins - ein Portrait zeigte nicht nur\, wer jema
 nd war\, sondern wie er wahrgenommen werden wollte.\nIm 19. und 20. Jahrhu
 ndert wurden die Grenzen immer weiter verschoben. Die Fotografie machte da
 s Portrait massentauglich\, die Moderne suchte nach inneren Wahrheiten. Di
 e Pop Art drehte das Verständnis schließlich radikal um: Ein Gesicht wir
 d zum Logo\, zum Symbol\, und in seiner Reproduzierbarkeit massenhaft kons
 umierbar. Die Frage lautet nicht mehr: "Wer bist du?" sondern: "Wie wirst 
 du gesehen?"\nDie Urban Art führt diese Linie weiter. Sie ist vielseitig 
 beeinflusst: Sie enthält Street Art und Graffiti\, Comics und Character D
 esign\, Fotorealismus und Druckgrafik - Hip-Hop und Punk - alles ist erlau
 bt.\nSo schafft zum Beispiel Bona Berlin arbstrakte\, expressive Porträts
  - jeweils einzigartig in Form\, Farbe und Material - die im öffentlichen
  Raum als starke Statements für hierarchiefreie Sichtbarkeit des Individu
 ums stehen.\nEslicer kombiniert oft figürliche Portraits mit städtischen
  Themen\, nutzt kräftige Farbpaletten und erhebt oder persifliert die Per
 sönlichkeiten durch ergänzende Elemente.\nMone übersetzt Emotionen der 
 Subkultur in nahezu abstrakte\, vom Comic beeinflusste Gesichter.\nKäpten
  Nobbi ist das Alter Ego von Paul Sous - ein schelmisch-charismatisches Pr
 imat im Matrosenoutfit\, das aus Weggeworfenem und Alltagsmaterialien neu 
 zusammengesetzt wird und so humorvoll wie kritisch unsere Konsum- und Wegw
 erfgesellschaft spiegelt.\nSo wird das Portrait in der Street Art zu einem
  Symbolträger: Es zeigt keine Person\, sondern eine Haltung. Jede Figur i
 st Ausdruck einer individuellen künstlerischen Sprache - und zugleich Tei
 l einer größeren Erzählung über die Stadt. In dieser Verbindung von Po
 rtraitmalerei und Character Design entsteht ein neues\, zeitgenössisches 
 Verständnis von Gesicht: nicht als Abbild\, sondern als Message
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