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SUMMARY:MUSIC-FESTIVAL "Aster"
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20251012T150000
ORGANIZER;CN=Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde:MAILTO:susa
 .timm@gimk.org
LOCATION:Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde\, Werkstatt\, A
 \, Greifenberg
GEO:48.0707446;11.0835556
DESCRIPTION:– Musikalische Blumen aus dem Herbst des Mittelalters\n\nEnse
 mble quidni \nPeppe Frana | Silke Gwendolyn Schulze\nEnsemble quidni \n\nP
 eppe Frana (Mittelalterlaute\, Quinterne) \nSilke Gwendolyn Schulze (Douç
 aine\, Blockflöte\, Doppelflöte\, Schalmei\, Einhandflöte & Saitentambo
 urin)   \n\nDer „Herbst des Mittelalters“ ist eine Bezeichnung des nie
 derländischen Historikers Johan Huizinga für das 14. und 15. Jahrhundert
 . Aus der gleichen Zeit stammt auch der musikalische Begriff flos (lateini
 sch „Blume“) oder floridus\, als Bezeichnung für die Verzierungen ein
 er melodischen Linie. Hierbei wird eine Note umspielt und deren ursprüngl
 icher Notenwert in kleinere Notenwerte aufgebrochen\, die Melodie wird gle
 ichsam mit musikalischen Blumen umrankt.\nDiese Verzierungen finden eine b
 esondere Blüte in den Intavolierungen des Codex Faenza\, einer vielfälti
 gen Sammlung von Arrangements vokaler Werke für Tasteninstrument. Dieses 
 Manuskript entstand um 1420 in Norditalien und beinhaltet Intavolierungen 
 damals bekannter Werke wie z.B. De tout flors von Guillaume de Machaut\, a
 ber auch Arrangements von Tanzsätzen wie beispielsweise Bel fiore dança.
  Auch im Lochamer Liederbuch\, welches zwischen 1452 und 1460 in Nürnberg
  entstand\, sind einige Intavolierungen überliefert (wie z.B. Mit ganczem
  Willen wünsch ich dir)\, deren ursprüngliche Melodien mit musikalischen
  Blumen umspielt werden.\nDiesen Intavolierungen stellt das Ensemble quidn
 i eine Auswahl an Tanzsätzen des 15. Jahrhunderts gegenüber\, die von Ta
 nzmeistern wie Giovanni Ambrogio oder Domenico da Piacenza in ihren Trakta
 ten mitsamt Choreografien festgehalten wurden. Von diesen Stücken ist nur
  eine einstimmige Melodie (der Tenor) überliefert\, man kann aber davon a
 usgehen\, dass damals ein Kontrapunkt dazu improvisiert wurde und diese au
 ch mehrstimmig aufgeführt wurden.\nDie beiden Musiker des Ensembles quidn
 i nähern sich dieser Musik aus der Sicht mittelalterlicher Spielleute mit
  einer guten Portion Spiel- und Improvisationsfreude. Sie arrangieren dies
 es Repertoire passend für ihr abwechslungsreiches Instrumentarium an Laut
 en- und Holzblasinstrumenten\, und zeigen so die Vielfalt der späten Blü
 te mittelalterlicher Instrumentalmusik.
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