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SUMMARY:Zwischen den Elementen: Günther Uecker und die Natur
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ORGANIZER;CN=Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker:MAILTO
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LOCATION:Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker\, Johannes
 -Stelling-Straße 29\, Schwerin
GEO:53.61595;11.41473
DESCRIPTION:\nAusstellung im Foyer der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpomm
 ern Günther Uecker\nDie Landesbibliothek gibt vom 31. August bis 6. Oktob
 er 2026 Einblicke in Günther Ueckers Naturauffassungen. Präsentiert werd
 en Fotos\, Texte und Werkbeispiele des Künstlers. Diese dokumentieren Akt
 ionen\, wirken aber auch aus Poesie und gestalterischer Ästhetik. Den rot
 en Faden durch das vielschichtige Material geben die vier Elemente Feuer\,
  Wasser\, Erde und Luft. \n"Als Kind an der Ostsee"\, so Günther Uecker (
 1930-2025)\, "sah ich Himmel und Wasser\, Erde und Feuer." Doch nur ein ei
 nziges seiner plastischen Werke befasst sich mit allen vier Elementen zugl
 eich. Dieser Zyklus aus waagerecht stehenden Tableaus markierte bereits 19
 76 einen längeren Weg des Künstlers in der Auseinandersetzung mit der Na
 tur\, einen Weg\, der hinter Rerik auf der Halbinsel Wustrow begann. Der B
 lick auf die Mecklenburger Bucht und das Salzhaff\, das Abbrennen von troc
 kenem Gras für die Schafhaltung und die durch lehmigen Boden gezogenen Ac
 kerfurchen waren für Uecker Erfahrungen\, welche ihm die Naturelemente "a
 uch in großen Dimensionen selbstverständlich vertraut" machten.\n\nSpät
 er findet Günther Uecker die unberührte Natur in Flandern und Arizona\, 
 im Appenzell\, in der Libyschen Wüste\, auf Island und einer "Insel im At
 lantik". Geeint mit seinen Kindheitsprägungen\, werden sie für ihn zu Or
 ten "freier Artikulierbarkeit". Der Wechsel von Licht\, die Wahrnehmung vo
 n Struktur\, Raumwirkung und Vergänglichkeit\, die Farbe Weiß\, das Verl
 assen gewohnter Dimensionen kennzeichnen seinen Blick auf die Natur. Früh
 e Beispiele "abseits"\, wie er es formuliert\, "der pluralistischen Vorste
 llungswelt" sind die Aktionen "Weißer Wald" (1965) und "Flämische Landsc
 haft" (1967\, gemeinsam mit Jeff Verheyen). Kurz darauf beteiligt sich Uec
 ker an der ersten Land Art-Ausstellung in den USA (1969). Parallel dazu br
 ingt er Naturmaterialien in den Museumsraum\; legendäres Beispiel dafür 
 bis in die jüngste Zeit: seine "Sandspirale".\n\nDie Landesbibliothek gib
 t in ihrem Foyer vom 31. August bis 6. Oktober 2026 einen Eindruck von Uec
 kers Naturauffassungen. Präsentiert werden Fotos\, Texte und Werkbeispiel
 e. Diese dokumentieren nicht nur Aktionen\, sondern vermitteln in Versen w
 ie "Ausgesetzt den Winden" (1998) zugleich Poesie oder wirken aus ihrer Ä
 sthetik wie das Blatt "Steppenbrand" (2008).  Den roten Faden durch das vi
 elschichtige Material geben die vier Elemente Feuer\, Wasser\, Erde und Lu
 ft.\n\nDie Naturphilosophie der Antike führte alles Sein auf die vier Ure
 lemente zurück. Selbst das Himmelsgewölbe sah man von Wasser umschlossen
 . Kunst visualisierte diese Deutung seither in einer ihr   \n\nzeitgemäß
 en Formensprache. Auch für die ZERO-Ideen vieler Nachkriegskünstler der 
 1950er und 60er Jahre bot der Rückgriff auf die klassischen Urstoffe eine
  Möglichkeit\, um bei NULL neu zu beginnen und die Lasten des Nationalsoz
 ialismus zurückzulassen. Günther Uecker schöpfte früh aus diesem Ansin
 nen und wurde gemeinsam mit Otto Piene und Heinz Mack einer der ZERO-Prota
 gonisten in Deutschland. Dieser Bruch mit Seh- und Rezeptionsgewohnheiten 
 entsprach dem allgemeinen Zeitwunsch nach Veränderung und damit dem Verla
 ngen nach gesellschaftlicher Erneuerung schlechthin: ZERO fand vergleichba
 re Strömungen in weiten Teilen Europas. \nUeckers Kunst erschloss neue Ma
 terialien und Ausdrucksformen\, drängte in unbekanntes Terrain vor\, um d
 ie Kunst ins Leben zu holen\, um mit tradierten Ansichten und bürgerliche
 r Behaglichkeit zu brechen. Die Arbeit mit Naturstoffen und -phänomenen\,
  oft in der Flüchtigkeit eines Momentes und der Vergänglichkeit einer Ge
 ste\, sind Ueckers Versuch\, sich dem Kunstmarkt zu entziehen. Museen soll
 en "bewohnbare Orte" werden. \nVielfach geht es um die künstlerische Hand
 lung selbst\, die kein bleibendes Werk zurücklässt. Kurzfilm und Fotogra
 fie werden geeignete Medien\, die Aktionen Ueckers zu überliefern. Die La
 ndesbibliothek zeigt Filmstills aus "Feuerblume"\, "Schleifender Stein" un
 d "Schlagstein" (alle um 1986). Arbeiten wie "Fallgrube" (Barrikadenbau) s
 püren den Studentenunruhen der 68er-Bewegung nach. Zu sehen ist ein selte
 ner Fotobeleg der "intermedia heidelberg" (1969). Mit der Entrücktheit de
 s Gegenstandes in die freie Natur schafft Uecker\, wie er selbst formulier
 t "ästhetische Bezüge\, gerichtet auf die tatsächliche Welt".  \nSeit d
 en 70er Jahren bestimmen Reiseaktivitäten das Verhältnis von Günther Ue
 cker zur Natur. In "Spuren auslöschen" arbeitet er mit dem eigenen Namens
 -Signum\, wie es auch spätere Filmstills von 1986 zeigen. Er setzt Nägel
  als sein Erkennungszeichen ins Meer ("Meeresplantage"\, 1972) und in die 
 Wüste\, zieht dort Furchen wie einst auf mecklenburgischem Ackerland. Kö
 rperlich inszeniert er sich selbst als Teil der Natur\, verschmilzt mit ih
 r in seinen Aktionen als geschundene Kreatur\, als gesichtsloses Wesen\, u
 m existentielle Bindungen sichtbar zu machen ("Verwickelt in Seilen"\, 198
 6 oder als "Sandmensch"\, 1970). Hinzu kommen nach dem Reaktorunglück von
  Tschernobyl die sogenannten Aschebilder.\nIn jüngerer Zeit rezipierte Ue
 cker die Natur und deren Phänomene zunehmend subjektiv. Ihre Verletzungen
  und deren Heilung (Lithographie "Nagelbaum"\, 2001 mit dem Gedicht "Licht
 ung"\, 1994) spiegeln die Gefährdung des Menschen. Den Abschluss dieses l
 angen Weges der künstlerischen Auseinandersetzung bilden 2024 vier hohe L
 ichtbögen als Fenster im Dom zu Schwerin.\n\nUecker war an den Ort seiner
  Jugend\, nach Wustrow zurückgekehrt. Auf Pfählen gegründet steht dort 
 im Strandhafer seine Atelierhütte. Und wenn auf einem Künstlerplakat (19
 91) das Gras wie Violinen im Winde zirpt und gleich vis-a-vis das Motiv "K
 osmos" (2003) den Ausstellungsbesucher ins Universum führt\, möge man de
 s Künstlers Aufruf erinnern: "Versuchen wir\, das Ungeahnte zu erfassen".
 \n\nDr. Andreas Roloff\nDie Ausstellung "Zwischen den Elementen. Günther 
 Uecker und die Natur" ist vom 31.08. bis 06.10.2026 zu sehen. Ein Besuch i
 st während der Öffnungszeiten möglich.\n\n  Am 9. und 30. September wir
 d jeweils um 13 Uhr eine Kurzführung angeboten. Voranmeldungen sind nicht
  erforderlich. Der Eintritt ist frei.\nDie Landesbibliothek Mecklenburg-Vo
 rpommern Günther Uecker geht auf die  1779 gegründete Herzogliche Regier
 ungsbibliothek zurück und verwahrt als  kritische Infrastruktur bedeutend
 e historische Bestände sowie einen  großen Bestand an Werken aus und zu 
 Mecklenburg-Vorpommern. Das Land  Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesbib
 liothek in Schwerin gesetzlich  damit beauftragt\, die aktuellen Druckwerk
 e des Landes zu sammeln\, zu  erschließen und für die Zukunft zu archivi
 eren. Laut Landesgesetz und  Verordnung über die Ablieferung von Druckwer
 ken sind alle  Druckerzeugnisse\, die in Mecklenburg-Vorpommern verlegt we
 rden\, binnen  eines Monats nach Erscheinen kostenfrei an die Landesbiblio
 thek  abzuliefern. Titel über Mecklenburg-Vorpommern\, die außerhalb des
   Bundeslandes erscheinen\, erwirbt die Landesbibliothek. Die  Landesbibli
 othek ist eine Abteilung des Landesamtes für Kultur und  Denkmalpflege. D
 er Altbau ihres Standortes an der  Johannes-Stelling-Straße ist heute Tei
 l des Schweriner  UNESCO-Welterbe-Ensembles.
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