Wissenschaft im Schloss: Antisemitismus vor 1933
Wissenschaft im Schloss: Antisemitismus vor 1933
- Wann?
- Donnerstag, 21.05.2026
- Uhrzeit:
- 19:30 Uhr
- Wo genau?
- Schloss Bad Bramstedt, Bleeck 16, Bad Bramstedt
- Kosten
- 5,00 € (Eintritt 5 € // SHUG-Mitglieder, Schüler und Studenten frei Vorverkaufsstellen: - Abendkasse Schlosssaal)
- Kategorie:
- Lesungen
Die lange, Nationen übergreifende Geschichte von Judenfeindschaft und Antisemitismus ist weitgehend unbekannt. Sie beginnt mit der christlichen Antike und setzt sich fort in der Kreuzzugsbewegung im Mittelalter. Weitere Höhepunkte waren die Pest-Progrome 1354 und die Vertreibung der Juden aus Spanien 1492.
Auch aufgeklärte Herrscher(innen) waren gar nicht so aufgeklärt. Maria Theresia wies ihre Juden aus Prag aus und "Jeder soll nach seiner Facon selig werden" (Friedrich der Große) galt nicht für die Juden des Königreiches Preußen.
Im I. Weltkrieg sahen sich Juden dem Verdacht ausgesetzt, nicht genügend für das deutsche Vaterland zu kämpfen, was nicht stimmte: Die Gefallenenzahlen der deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens waren höher als der Durchschnitt.
Die Saat, die viele vorher legten ("Man solle ihre Synagogen niederbrennen", so Luther. "Die Juden sind unser Unglück", so Treitschke) ging jetzt auf.
Der Vortrag setzt sich mit der Geschichte und den Entstehungsgründen von Antisemitismus auseinander.
Sie sind noch heute von Belang.
Referent: Prof. Dr. Dr. Manfred Hanisch
Quelle
Schloss Bad BramstedtBleeck 16
24576 Bad Bramstedt