Klingendes Welterbe
Klingendes Welterbe
- Wann?
- Samstag, 18.07.2026
- Uhrzeit:
- 19:00 Uhr
- Wo genau?
- Schloss Schwerin (Innenhof), Lennéstraße 1, Schwerin
- Kosten
- Ticket Normal: 34 €
- Kategorie:
- Theater, Film, Kleinkunst
ProgrammRobert Alfred Kirchner - Intrata ed Allegro (Uraufführung)Georg Alois Schmitt - Sextett für Streichinstrumente Waidmanns HeilFelix Mendelssohn Bartholdy - Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 ItalienischeDie Mecklenburgische Staatskapelle lädt zum Konzert in den stimmungsvollen Innenhof des Schweriner Schlosses ein und bringt die seit Sommer 2024 zum UNESCO-Welterbe zählenden Mauern mit einem sommerlich-romantischen Programm zum Klingen. Im Rahmen der Schlossfestspiele 2026 ist Felix Mendelssohn Bartholdys heitere 4. Sinfonie zuerleben: die "Italienische" - ein Werk, das wie kaum ein anderes in die romantische Atmosphäre dieses besonderen Ortes passt.1830 holte sich Mendelssohn beim großen Goethe in Weimar noch Reisetipps für Italien und wandelte anschließend ein halbes Jahr lang auf dessen Spuren durch "das Land, wo die Zitronen blühen". Er sammelte Eindrücke, die ihn nicht mehr losließen, und formte daraus seine "italienische" Sinfonie. Wie ein musikalisches Reisetagebuch kommt sie daher: meist lebendig und temperamentvoll, voller Licht und südlicher Lebensfreude, nur hier und da von zarten Momenten der Wehmut und Melancholie durchzogen.Gerade im Innenhof des Schweriner Schlosses kann Mendelssohns Sinfonie ihre besondere Wirkung entfalten: Die Neorenaissance-Architektur bildet einen idealen Resonanzraum für diese Musik. Die Säulen, die fein ornamentierten Fassaden und die geradezu märchenhafte Silhouette des Schlosses - all das einer Sehnsucht nach klassischer Harmonie und südlicher Eleganz entsprungen - treten an diesem Abend in einen lebendigen Dialog mit Mendelssohns Klangwelt.Der erste Teil des Konzerts ist Komponisten gewidmet, die auf unterschiedliche Weise mit Schwerin verbunden sind. Zu hören ist Musik von Georg Alois Schmitt, der von 1856 bis 1892 als Hofkapellmeister das Schweriner Musikleben prägte. Ebenso erklingt eine Uraufführung von Robert Alfred Kirchner, der 1907 in die Schweriner Hofkapelle eintrat und über Jahrzehnte - bis in den Zweiten Weltkrieg hinein - als Stimmführer der 2. Violinen wie auch als Komponist das Orchester mitgestaltete.