Podiumsdiskussion "Künstlerische Praxis und Erinnerungskultur im Stadtraum" - Gedächtnislücken #revisited
Podiumsdiskussion "Künstlerische Praxis und Erinnerungskultur im Stadtraum" - Gedächtnislücken #revisited
- Wann?
- Sonntag, 05.07.2026
- Uhrzeit:
- 13:30 Uhr
- Wo genau?
- Hamburger Kunsthalle (Galerie der Gegenwart), Glockengießerwall 5, Hamburg (Hamburg-Mitte)
- Kategorie:
- Vorträge
Impuls von Joanna Warsza, Reihe der Gegendenkmäler, Stadtkuratorin Hamburg
mit Ulf Aminde (Künstler, Berlin und Köln), Ayse Gülec (Kuratorin und Aktivistin, Kassel),
Britta Peters (Kuratorin, Bochum), Okan Tasköprü (politischer Bildner und Angehöriger, HH),
Joanna Warsza (Stadtkuratorin Hamburg) und Dan Thy Nguyen (Moderation, HH)
im Anschluss: Führung mit Joanna Warsza in der Ausstellung FIRE am Mahnmal St. Nikolai,
Willy-Brandt-Str. 60, 20457 Hamburg (Für den Transit gern ein Fahrrad mitbringen.)
Der Austausch in der Hamburger Kunsthalle sowie die Führung und ein gemeinsamer Ausklang am Mahnmal St. Nikolai sind eine Kooperation mit Stadtkuratorin Hamburg, Initiativprojekt der Behörde für Kunst und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.
Als temporäres Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex bringt das Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekt Gedächtnislücken #revisited die Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt, insbesondere die des NSU, für die Zeit vom 5. Juni bis 12. Juli 2026 in den Hamburger Stadtraum und an andere Orte öffentlichen Sprechens. Neben einer stadtweiten Plakatierung an 300 Litfaßsäulen, wird das erinnerungskulturelle Projekt auch in Magazinen wie Kunstforum International oder Hinz und Kunzt dem Publikum präsentiert. Die Absicht der Künstlerin Katharina Kohl und der Kuratorin Nina Kalenbach ist es, 25 Jahre nachdem Süleyman Tasköprü am 27. Juni 2001 in Hamburg-Bahrenfeld durch den NSU ermordet wurde und 15 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU, mit dem temporären Denkmal Gedächtnislücken #revisited einen Impuls zur Behebung der Lücken in der Aufklärung zum NSU-Komplex zu setzen und ein Stadtgespräch anzuregen. Dabei fragen Kalenbach und Kohl auch, wo in der Stadt öffentlicher Raum für Erinnerungskultur ist und wer an diesen Orten zum Sprechen kommt?
Das nun dritte Podiumsgespräch mit Publikumsdiskussion ist Teil dieses multidimensionalen Denkmalprojektes, das online mit Webseite und Social Media, analog mit Katharina Kohls Grafiken der Serie Gedächtnislücken (2017-2018) auf Litfaßsäulen, der Projektpräsenz in Magazinen sowie im direkten Gespräch bei den Podiumsveranstaltungen, einem Besuch des Kunst-Imbiss (K. Kohl/ DG. Reiß) oder bei einem der Ausstellungsspaziergänge einen stadtweiten Austausch anregt. Die Podiumsgäste zum Thema "Künstlerische Praxis und Erinnerungskultur im Stadtraum" bringen aus verschiedenen Perspektiven praktische Erfahrung in Möglichkeiten, Wirkung und Bedarfen von künstlerischen Projekten zu Anti-Rassismus und Erinnerungskultur im Stadtraum mit.
Zu Gast sind: Der Künstler Ulf Aminde, der das Mahnmal an der Keupstraße in Köln für die Opfer des Nagelbombenattentats entwarf, harrt trotz Unterstützung durch die Initiative Herkesin Meydani - Platz für alle, noch der Umsetzung. Die Kuratorin und Aktivistin Ayse Gülec, die als Leiterin des Bereichs Community Liaison The Society of Friends of Halit als Teil von Parliament of Bodies für die Ausstellung und das öffentliche Programm der documenta 14 koordinierte. Die Kuratorin Britta Peters, die als künstlerische Leitung von Urbane Künste Ruhr temporäre künstlerische Praxis an öffentliche Plätze des Ruhrgebiets trägt und mit verschiedenen Gruppen der jeweiligen Stadtgesellschaft kooperiert, um kunst-öffentlich Teilhabe im Stadtleben zu aktivieren. Der politische Bildner und Angehörige Okan Tasköprü, der die Sicht Angehöriger zu Fragen öffentlicher und privater Erinnerungs- und Gedenkkultur sowie die Zusammenarbeit mit Kunst- und Ausstellungsprojekten formulieren kann. Joanna Warsza, Stadtkuratorin Hamburg, die mit dem Ausstellungszyklus From the Cosmos to the Commons und der Reihe Gegen-Denkmäler öffentlich die Stadtgesellschaft Hamburgs zur Auseinandersetzung um aktuelle Themen und Wiederanschauung von erinnerungskulturellen Setzungen einlädt.
Moderieren wird Dan Thy Nguyen, der als künstlerischer Co-Leiter des Festivals fluctoplasma sich für den Diskurs um Vielfalt und Diversität in der Hansestadt einsetzt.
Eine Veranstaltung von Gedächtnislücken #revisited - Ein temporäres Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex, 5. Juni bis 12. Juli 2026 - Ein Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekt von Nina Kalenbach und Katharina Kohl https://gedaechtnis-luecken.de/

Katharina Kohl, Gedächtnislücken #revisited, Hamburg 2026. Litfaßsäule am Dammtor. Foto: DG. Reiß, Hamburg.
Quelle
Hamburger Kunsthalle Stiftung öffentlichen RechtsGlockengießerwall 5
20095 Hamburg
Web: www.hamburger-kunsthalle.de